Der Ratgeber zu Fahrradbeleuchtung

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Beleuchtung beim Fahrrad – was gibt es zu beachten

Seit Neuestem hat der Gesetzgeber endlich der Realität Rechnung getragen

Noch bis vor wenigen Jahren herrschte hierzulande bezüglich der zulässigen Beleuchtung beim Fahrrad eine einfache und klare, wenn auch immer stärker angezweifelte gesetzliche Eindeutigkeit, erlaubt waren nur die über einen Dynamo erzeugte Lichtquellen. Seit August 2013 sind nun auch ganz offiziell batterie- und akkubetriebene Beleuchtungsarten für alle Fahrradtypen zugelassen, praktisch sind damit die schon seit geraumer Zeit üblichen und gängigen Steckbeleuchtungen legalisiert worden. Noch immer zeigt sich in der Praxis aber die Problematik der gesetzlich vorgeschriebenen Nennspannung von 6 Volt, über welche nur wenige Batterien für aufsteckbare Leuchten verfügen. Theoretisch müssen demnach Fahrradfahrer, deren Beleuchtungsbatterie sowohl bei Vorder- als auch Rücklicht nicht ausreichend Spannung erbringt, bei Verkehrskontrollen bis heute mit Bußgeldbescheiden rechnen. Da mittlerweile aber sogar die Polizei die Dynamopflicht als überholt akzeptiert und bei jeglichen Steckbeleuchtungen sehr kulant verfährt, hat man in der Regel nichts zu befürchten.

LED-Leuchten sind erlaubt, Kinderfahrräder und Rennräder sind z.T. befreit

Angesichts der inzwischen auf dem Markt zu findenden riesigen Auswahl an möglichen Beleuchtunsgelementen für das Fahrrad stellt sich aber natürlich die Frage, nach welchen Kriterien man diese am besten aussuchen sollte. Bei der Beleuchtungsstärke Lux gibt es grundsätzlich keinerlei Einschränkungen in der StVZO für die „Fahrradbeleuchtung“, statt auf besonders hohe Werte sollte man deshalb auch eher auf hohe Verarbeitungsqualität des Frontscheinwerfers und des Rücklichts achten. Erlaubt ist auch eine LED-Beleuchtung beim Fahrrad, analog zu der oben bereits erwähnten Nennspannung sollte diese aber möglichst die Bestimmungen der StVZO zur Fahrradbeleuchtung in Deutschland erfüllen. Genauer geregelt sind diese im § 67 StVZO sowie in den TA 4, 6, 14b, 14c, 18, 18a, 23 und 24. Kinderfahrräder sind von den Vorschriften ausgenommen, da es sich bei ihnen gemäß § 16 Abs. 2 der StVZO nicht um vorschriftsmäßige Fahrzeuge handelt. Während der Dauer der Teilnahme an Rennen sind Rennräder von den gesetzlichen Vorschriften zur Beleuchtung befreit.

Ratgeber Fahrrad Beleuchtung

Beleuchtung im Straßenverkehr – was muss ich beachten

Erst aktive und passive Elemente zusammen ergeben die richtige Beleuchtung

Die Beleuchtung beim Fahrrad umfasst dabei aktive und passive Elemente sowie eine Stromquelle samt Verkabelung, vorgeschrieben ist eine Lichtmaschine (Nennleistung: 3 W, Nennspannung: 6 V) oder eine Batteriedauerbeleuchtung mit Nennspannung von 6 V. Scheinwerfer und Schlussleuchte müssen nicht zwangsläufig zusammen einschaltbar sein, das Vorderlicht muss jedoch weißes, die Schlussleuchte rotes Licht ausstrahlen. Der niedrigste Punkt des Scheinwerfers muss sich mindestens 250 mm über der Fahrbahn befinden, der höchste Punkt des Rückstrahlers nicht höher als 600 mm. Zusätzlich sind ein roter Großflächenrückstrahler mit der Buchstabenkennzeichnung „Z“, nach vorn und nach hinten strahlende gelbe Rückstrahler an den Pedalen sowie mindestens zwei um 180° versetzte, nach den Seiten strahlende gelbe Rückstrahler an den Speichen beider Laufräder oder zusammenhängende reflektierende weiße Streifen an den Reifen oder an den Speichen beider Laufräder erforderlich.

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Beleuchtung beim Fahrrad - Fahrradbeleuchtung wird vom Gesetzgeber sehr streng geregelt Es genügt bei weitem nicht, einfach irgendwelche Fahrradlampen zu montieren und zu glauben, damit sei es getan. Es müssen auch die Regelungen der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) beachtet werden. Entsprechende Informationen zur StVZO finden Sie im Ratgeber zu Fahrradlampen im Fahrrad Insider. Lassen Sie sich darüber hinaus aber auch bitte beim Kauf einer Fahrradlampe im Zweifelsfall von Ihrem Fachhändler beraten. Wenn Sie beim Kauf einer Fahrradlampe nur auf einen günstigen Preis achten, kann das nach hinten losgehen. Sie gefährden mit unsicheren Fahrradlampen nicht nur sich selbst, die mangelhafte Fahrradbeleuchtung ist eine Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer.

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