Ratgeber: Diebstahlschutz beim Fahrrad – was muss man beachten

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Ratgeber – Diebstahlschutz beim Fahrrad

Radfahrer auf dem Land sind meist weniger gefährdet als diejenigen in der Stadt

317.000 Fahrraddiebstähle wurden alleine 2013 in Deutschland zur Anzeige gebracht, Experten gehen jedoch von einer bis zu fünffach höheren Dunkelziffer hierzulande aus, aufgeklärt werden pro Jahr nur lediglich um die 10 Prozent der angezeigten Diebstähle. Im Schnitt besitzt ein gestohlenes Rad einen Wert zwischen 350 und 400 Euro, teure Räder fallen seltener einem Diebstahl zum Opfer, das sie in der Regel auch meist besser gesichert sind. Es gibt auch große regionale Unterschiede bei den Diebstahlsquoten, es wird deutlich mehr in größeren Städten als auf dem Land geklaut. Obwohl mittlerweile professionell organisierte Banden verstärkt auftreten, haben bis zu 70 Prozent der Täter ihren Wohnort in der Tatortgemeinde, die meisten Räder werden noch immer sehr spontan gestohlen.

Ob beim Rad oder in der Liebe: Gelegenheit macht immer die meisten Diebe

Leider machen es viele Radbesitzer den Langfingern noch immer sehr leicht, fast jedes vierte gestohlene Rad war an freiliegenden Stellen im öffentlichen Raum ungesichert abgestellt, in geschlossenen Räumen wie Garagen und Kellern kommt es weitaus seltener zu Diebstählen. Die eigentlich für jedermann selbstverständliche Voraussetzung für einen effektiven Diebstahlschutz beim Fahrrad ist also ein qualitativ hochwertiges Schloss. 10 Prozent des Kaufpreises für das Rad sollten hierbei schon mindestens investiert werden. Billigschlösser halten hingegen den Bemühungen der Diebe meist nur wenige Sekunden stand. Ein gutes Schloss muss natürlich auch benutzt werden, wer nur mal eben in die Bäckerei rennt und sich beim Zurückkommen wundert, dass sein unabgeschlossenes Rad nicht mehr da ist, darf sich nicht beklagen.

Ein sicheres Fahrradschloss ist nur so gut wie sein aufmerksamer Besitzer

Beim Kauf eines Fahrradschlosses stehen grundsätzlich fünf verschiedene Optionen zur Auswahl, namentlich Bügelschlösser, Kabel- und Spiralkabelschlösser sowie Panzerkabel und Rahmenschlösser. Bügelschlösser aus Stahl sind die sicherste, wenn auch teuerste Variante, allerdings ist ihr Radius meist begrenzt. Panzerkabel und Ketten sind ebenfalls sehr sicher, aber durch ihre Länge flexibler, Gleiches gilt für Faltschlösser, die wie ein Zollstock zusammengelegt werden können und sich gut am Fahrrad befestigen lassen. Rahmenschlösser hingegen reichen allenfalls als kurzfristige „Wegfahrsperre“ aus, auch dünne Spiralkabelschlösser können in Windeseile mit einem Seitenschneider geknackt werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, schließt eine Vollkaskoversicherung für sein Rad ab, diese gibt es für Preise ab ca. 500 Euro.

Fahrradklau vorbeugen

Ratgeber – Fahrrad gegen Diebstahl sichern

Mit Fahrradpass und Codierung Langfingern das Leben schwer machen

Auch sollte man das Rad unbedingt immer mit dem Vorder- und Hinterrad an einem fest verankerten Fahrradständer anschließen, statt es nur abzuschließen, über ein zu niedriges Verkehrsschild werden Räder auch häufig einfach rüber gehoben. Gänzlich zu vermeiden sind außerdem einsame Plätze oder uneinsehbare und unbeobachtete Straßen, zu Hause parkt man das Rad am besten im eigenen Keller oder in abschließbaren Fahrradboxen. Weitere Möglichkeiten, um das Rad möglichst gut vor Diebstahl zu schützen, sind ein detaillierter Fahrradpass mit den wesentlichen Fakten wie der Rahmennummer, dem Fabrikat und den besonderen Merkmalen sowie die eingravierte Codierung am Rahmen, die den Verkauf eines gestohlenen Rades deutlich erschwert.

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Diebstahlschutz beim Fahrrad - insgesamt gibt es in Deutschland derzeit rund 70 Millionen Fahrräder, von denen jedoch jedes Jahr mehr als 300.000 Stück gestohlen werden. So wurden alleine 2012 mehr als 326.000 Fahrräder entwendet. In einigen Ballungszentren reißt die Zahl an Diebstählen zum Leidwesen der Betroffenen nicht ab. Dazu zählt etwa die Stadt Münster, welche als absolute Fahrraddiebstahl-Hochburg Deutschlands gilt. Hier kommen im Durchschnitt jeden Tag 13 Fahrräder abhanden. In Wuppertal hingegen ist die Zahl der Fahrraddiebstähle besonders gering.

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