Radfahren bei Hitze – ein Ratgeber für Radtouren im Hochsommer

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Radfahren bei Hitze – was sollte man beachten

Der Sommer ist die schönste Radzeit, hält aber bei den Temperaturen Tücken parat

Der Sommer ist sicherlich die beliebteste Jahreszeit für lange Radtouren, doch gilt es gerade bei hohen bis sehr hohen Temperaturen einige Grundregeln zu beachten, um den Körper nicht über Gebühr zu belasten. Die wichtigste vorbeugende Vorsichtsmaßnahme für Radfahren bei Hitze ist und bleibt natürlich eine konstant ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit. Wer viel und kräftig schwitzt, wird schon von sich aus dafür Sorge tragen, dass er genug zu Trinken dabei hat, um somit drohende Dehydrierung zu verhindern. Ein guter Tipp für die Aufbewahrung der persönlich favorisierten Getränke sind leichte und somit fahrradtaugliche Thermoskannen. In diesen zumeist aus Aluminium gefertigten Gefäßen bleiben Getränke bedeutend länger kühl und erfrischend als in Plastik- oder Glasflaschen.

Wer sich bei der Verpflegung auf andere verlässt, ist mitunter schnell verlassen

Bei der Verpflegung mit Getränken sollte man sich auch nicht auf die gastronomischen Einrichtungen entlang der Strecke verlassen, besonders im ländlichen Raum pflegen zu Wochenbeginn zahlreiche Gasthäuser ihren traditionellen Ruhetag. Natürlich kann man dann immer noch auf Supermärkte ausweichen, diese können aber mitunter 10 bis 20 Kilometer entfernt sein. Auf ausreichende Versorgung mit Flüssigkeiten sollte man also immer achten, zwei bis drei Flaschenhalter am Rad sind durchaus angemessen. Als grobe Faustregel für den Bedarf bei großer Hitze gilt ein Minimum von einem Liter pro Stunde, es kann auch ruhig mehr sein, weniger kann jedoch leicht zu Problemen mit dem Kreislauf führen. Man sollte auch nach Möglichkeit regelmäßig kleine Schlucke trinken, und nicht erst, wenn der Durst kommt, auf diese Weise belastet man den Organismus nicht zu sehr, sondern versorgt ihn schonend.

Fahrradfahren und Hitze - was gibt es zu beachten

Ratgeber – Fahrradfahren bei Hitze

Von Kopf bis Fuß für ausreichenden Schutz vor Verbrennungen sorgen

Mindestens genauso wichtig wie die ausreichende Versorgung mit Flüssigkeit ist ein angemessener Sonnenschutz, erfahrungsgemäß fährt man weitaus längere Strecken in der prallen Sonne statt im Schatten, weshalb in der direkten Strahlung schnell bleibende Schäden für die Haut drohen. Ein Lichtschutzfaktor von mindestens 20 bis 30 ist auf jeden Fall angebracht, statt klebriger Cremes kann auch auf transparente Gels und/oder Sprays zurückgegriffen werden. Speziell das Gesicht, der Nacken und die Ohren bedürfen viel Schutz, Arme, Oberschenkel und Waden sind natürlich ebenso wichtig, aber nicht ganz so empfindlich. Einen kühlen Kopf behält man am besten mit einem leichten Fahrradhelm, ein solcher sollte viele Lüftungsschlitze aufweisen. Gegen bei Hitze schnell anschwellende und schmerzende Füße helfen übrigens Einlegesohlen gut.

Obacht bei Ozon: Wer empfindlich ist, wartet besser bis zum Abend

Grundsätzlich es beim Radfahren bei Hitze auch ratsam, die Tour eher vormittags zu veranstalten, nachmittags staut sich die Hitze bereits vielerorts und besonders asphaltierte Straßen strahlen sehr viel Wärme ab. Gleiches gilt auch für die Belastung mit Ozon, bei hohen Konzentrationen ab 180 Mikrogramm pro Kubikmeter sollten etwa Allergiker und Asthmatiker ganz auf langfristige körperliche Anstrengungen verzichten. An Sommertagen mit intensiver Sonnenstrahlung ist die Belastung etwa zwischen 11.00 und 19.00 Uhr auf dem Land am höchsten, in der Stadt führt die höhere Konzentration von Stickstoffmonoxid zu rascheren Abbau von Ozon.

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Radfahren bei Hitze - die Luft flimmert vor Hitze, über den Kornfeldern hängt der typische Duft, am Straßenrand werden Erdbeeren verkauft, bis weit in den Abend ist es hell – es ist Sommer! Eben noch kalt und ungemütlich, jetzt schon fast wieder zu heiß. Was sollte man beim Fahrradfahren im Hochsommer beachten.

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